SIA-Kurs an der HWS

Auch im Schuljahr 2019/2020 wird an der HWS für die Schülerinnen und Schüler ein SIA-Kurs, eine Sonderform des Seminarkurses, angeboten. SIA steht für Schüler-Ingenieur-Akademie. Dabei geht es um eine Kooperation zwischen dem Technischen Gymnasium der HWS, einem Betrieb aus der Region und einer Hochschule.
Die Betriebe definieren die Projekte. Diese Projekte sind anspruchsvoll und werden in der Regel in die Praxis umgesetzt. Die bearbeiteten Projekte werden also nicht nach Abschluss in irgendeiner Schublade landen.

Die Schüler lernen dabei, wie ingenieurmäßiges Arbeiten in einem Betrieb aussehen kann. Sie lernen beispielsweise auch, dass sich Projektziele mit zunehmendem Kenntnisstand verändern können und dass sich das Arbeiten an dem neuen Ziel ausrichtet, auch wenn es Mehrarbeit bedeutet. Unsere Schülerklientel kann die Projekte deswegen meistern, weil die Betreuung und Unterstützung durch die Mitarbeiter der Betriebe gewährleistet ist. Dadurch erhalten unsere Schüler auch ein besonderes Erfolgserlebnis, was ihrer Persönlichkeitsentwicklung positiven Vorschub leistet. So sollen die Jugendlichen für den Ingenieursberuf begeistert werden. Die Betriebe sehen die Kooperation mit dem Technischen Gymnasium der HWS durch das Bekanntwerden innerhalb der geeigneten Klientel auch als Werbemaßnahme. Wir sind sehr froh, dass wir in diesem laufenden Schuljahr 2019/2020 zum wiederholten Male mit der Firma Kleiner GmbH Stanztechnik aus Pforzheim kooperieren dürfen.

Für die Hochschulen, die ebenfalls in Zeiten zurückgehender Schülerzahlen, was ein Rückgang der Studierendenzahlen mit sich bringt, in Konkurrenz zueinander stehen, bedeutet die Kooperation ebenfalls eine Werbemaßnahme. Die Hochschulen bieten beispielsweise Probevorlesungen, Besichtigungen von Laborräumen oder Bewerbungstraining an.

Nachdem das Projekt am Ende des Schuljahres abgeschlossen ist, müssen drei Komponenten entstanden sein, die einzeln benotet werden:

Ein Arbeitsordner, in welchem sämtliche Protokolle, ggf. Skizzen, der E-Mail-Verkehr und andere Unterlagen geordnet abgelegt sind. Weitehin eine schriftliche Ausarbeitung, die sog. Dokumentation. Zusätzlich eine Präsentation, die das Ergebnis und den Projektverlauf widerspiegelt.

Die Endnote können die Schülerinnen und Schüler in das Abitur einfließen lassen, entweder als schriftliches viertes Prüfungsfach oder als mündliches fünftes Prüfungsfach, die Präsentationsprüfung.
Wir freuen uns, wenn weitere regionale Betriebe im oben beschriebenen Zusammenhang mit uns kooperieren möchten.