Erste Präsenzeinheit des Projektkurses Mathematik

Im Dezember 2017 startete der Projektkurs Mathematik mit dem Ziel, mathematisch engagierten Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Wieland Schule in einem Pilotprojekt einen Einblick in die Hochschulmathematik einerseits, vor allem aber auch in die von Studierenden an einer Hochschule verlangte Arbeitsweise im Umgang mit bereitgestellten Materialien zu bekommen. Der im Rahmen der cosh-Gruppe Karlsruhe (cosh=Kooperation Schule-Hochschule) von Frau Dr. Marinela Wong von der Heinrich-Wieland Schule Pforzheim und Herrn Dr. Timo Essig vom MINT-Kolleg am Karlsruher Institut für Technologie ins Leben gerufene Kurs besteht im Kern aus aufeinander aufbauenden Einheiten,
deren Inhalt sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler selbst erarbeiten sollen. Dazu wird Ihnen neben dem entsprechenden Kapitel eines Skriptums zur Höheren Mathematik von Professor Kisch des KIT je ein Beispielblatt mit ausführlichen Erläuterungen sowie ein Aufgabenblatt mit zahlreichen Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeit, inklusive Ergebnissen und Lösungen, zur Verfügung gestellt.
Nach den ersten drei Einheiten fand am Montag, den 26. Februar 2018, eine erste Präsenzeinheit statt, deren Hauptintention es war, ein Feedback der Schülerinnen und Schüler zum bisherigen Verlauf des Projektkurses zu erhalten. Anwesend waren, neben Frau Dr. Wong und Herr Dr. Essig, eine Schülerin sowie 22 Schüler von zwei elften Klassen, die in einer Vorstellungsrunde Ihr Interesse bekundeten, einen Einblick in die Hochschulmathematik zu bekommen. Ein Teil der Gruppe hatte sich bereits intensiv mit den bereitgestellten Materialien auseinandergesetzt, dem Groÿteil war die Arbeit mit den ungewohnten Materialien jedoch oft schwer gefallen. Diese Erfahrungen entsprachen im Groÿen und Ganzen unseren Erwartungen.
Nach der Feedbackrunde warfen wir nochmal einen genaueren Blick auf das Thema der zweiten Kurseinheit:
Summen und Produkte. Herr Dr. Essig wiederholte die wichtigen Begfrie an der Tafel und rechnete, in Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden, einige Beispiele vor. Danach wurde am Beispiel der geometrischen Summe motiviert, warum man geschlossene Ausdrücke für Summen möchte. Um solche geschlossenen Ausdrücke herzuleiten wurde das Beweisprinzip der vollständigen Induktion hergeleitet und am Beispiel zweier harmonischer Summen getestet. Während Herr Essig das erste Beispiel an der Tafel vorrechnete, konnten die Schülerinnen und Schülern beim zweiten Beispiel versuchen, selbst einen Induktionsbeweis zu führen. Diese Aufgabe beendete als Ausblick die gemeinsame Stunde.